Das Bindegewebe hat neben der Stütz- und Füllfunktion noch zahlreiche weitere Aufgaben. Zum Bindegewebe zählen auch Faszien, Sehnen und Bänder, sowie lymphatische Organe. Im weiteren Sinn gehören auch Knorpel und Knochen zum Bindegewebe. Für die gesund Erhaltung des Bindegewebes ist die Bewegung essentiell. Heilungsprozesse gehen vom Bindegewebe aus. Am Körper bilden sich zahlreiche Krankheitsbilder in sogenannten Bindegewebszonen ab. Darauf begründet sich die Bindegewebsmassage.

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage wurde von Elisabeth Dicke (1884-1952) entwickelt und gehört zu den sogenannten Reflexzonenmassagen. Reflexzonenmassagen basieren auf der Theorie der Reflexzonen des englischen Neurologen Henry Head (Head’sche Zonen). Die inneren Organe stehen über Nervenbahnen mit bestimmten Hautarealen in Verbindung. Diese Hautgebiete sind die sogenannten Bindegewebszonen. Aufgrund dieser Nervenverbindungen treten bei einer Erkrankung eines Organs auch Veränderungen in der entsprechenden Bindegewebszone auf. Diese Veränderungen können sich als Quellungen oder Einziehungen, aufgrund von veränderter Flüssigkeitseinlagerung, manifestieren. Bei der Bindegewebsmassage wird das betroffene Unterhautbindegewebe gezielt behandelt. Die Behandlung wirkt zum einen lokal, indem sie Verspannungen und Verhärtungen löst. Zum anderen können durch die Massage auch entfernt liegende Organe und Körpergebiete positiv beeinflusst werden, die mit der behandelten Körperzone in Verbindung stehen. Es gibt verschiedene Zonen wie zum Beispiel: Kopfzonen, Bronchialzone, arterielle Armzone, Magenzone, Leberzone, Herzzone, Nierenzone, Dünndarmzone, Genitalzone, Blasenzone und die Venen-Lymphzone

Fussreflexzonenmassage

 

Die Fussreflexzonenmassage gehört zu den sogenannten Reflexzonenmassagen. Der ganze Körper widerspiegelt sich in den Füssen als sitzender Mensch. Jeweils die linke und rechte Körperhälfte kommt im linken beziehungsweise rechten Fuss zum Ausdruck. Hanne Marquart hat die heutige Form der Fussreflexzonentherapie entwickelt. Es lassen sich alle Systeme des Körpers auf den Fuss übertragen und von dort aus auch behandeln. Die Behandlung an den Füssen empfinden viele Menschen als besonders wohltuend. Es befinden sich sehr viele Rezeptoren in den Füssen. Die Wirkung der Methode kann über Meridiane oder über die Faszien erklärt werden.