Elektrotherapie

Bei der Elektrotherapie handelt es sich um ein altes Naturheilverfahren. Diverse Ärzte haben im frühen vergangenen Jahrhundert verschiedene Reizstromformen  entwickelt. Es handelt sich dabei um eine nahezu nebenwirkungsfreie Therapieform. Gegenüber Medikamenten hat die Elektrotherapie den Vorteil, dass sie „chemiefrei“ ist und somit Leber und Nieren nicht belastet. Das Verfahren kann direkt im Beschwerdegebiet angewandt, oder im Sinne einer Reflexzonenbehandlung in den entsprechenden Bindegewebszonen appliziert werden. Das Wirkspektrum erstreckt sich über: schmerzlindernd, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd bis hin zur Muskelstimulation. Ferner kann die Elektrotherapie zum schnelleren Abbau von Blutergüssen herangezogen werden. Nicht unwesentlich ist zu erwähnen, dass gewisse Stromformen sogar den Gewebszustand günstig beeinflussen können.

manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage besteht aus einer eher sanften Massagetechnik und aus Kompression des betroffenen Gewebes. Die Lymphgriffe bewirken einen Pumpeffekt im Gewebe, welcher die Flüssigkeit in Richtung Herz transportiert. Dieser Effekt dauert nach der Behandlung noch bis zu sechs Stunden an. Es ist daher ratsam, nach der Therapie noch etwas zu ruhen um den Vorgang zu Unterstützen. Es werden verschiedene Gewebsflüssigkeitsansammlungen behandelt. Eine solche Schwellung nennt man auch „Ödem“. Die Ursachen für diese Ödeme sind unterschiedlich. Nicht mit Lymphdrainage behandelt werden dürfen Wassereinlagerungen, welche unter anderem durch Herz- oder Niereninsuffizienz hervorgerufen wurden.

Die manuelle Lymphdrainage kann mit einer sich sanft anfühlenden Elektrotherapie unterstützend kombiniert werden. Dabei kommt es zu entscheidenden Effizienzsteigerungen der Therapie. Schwellungen bauen sich schneller ab, schmerzhafte Verhärtungen (Fibrosen) können schneller und angenehmer behandelt werden. Bei Lipödemen kommt es zu einer verbesserten Tiefenwirkung mit einer rasch spürbaren Lockerung der verhärteten Stellen. Die erwähnte Kompression des behandelten Gewebes dient zur Erhaltung der erreichten Volumenreduzierung. Das Ödem kann nicht gleich wieder volllaufen. Zudem bekommt die Haut, welche nach der Umfangreduzierung „schlaff“ geworden ist Zeit, sich wieder zu spannen. Die Kompression innerhalb der manuellen Lymphdrainage wird mit speziellen Bandagen erreicht. Wenn eine längerfristige Kompression des Gewebes nötig sein sollte, werden massgefertigte Strümpfe verwendet.

 

Triggerpunkt Therapie

Die häufigsten Schmerzgeschehen werden direkt oder indirekt von sogenannten myofacialen Triggerpunkten verursacht. Die Triggerpunkte entstehen in der Muskulatur (myofacial) und können durch unterschiedliche Mechanismen ausgelöst werden. Häufiges Beispiel für direkt ausgelöste Triggerpunkte ist Durchzug oder das Verharren in der gleichen Position wie es oft beim Arbeiten am Bildschirm der Fall ist. Das Phänomen kann auch durch Überlastung oder durch Gewalteiwirkung geschehen. Bei indirekter Auslösung ist zum Beispiel eine Kniearthrose ursächlich, welche in der Muskulatur eine Schutzspannung auslöst was wiederum die Entstehung von Triggerpunkten begünstigt. Die schmerzhaften Knoten im Muskel sind verhärtete millimetergrosse Punkte welche sich selbst die Blutzufuhr abgestellt haben. Da der Muskel auch für das Lösen nach einer Anspannung Energie benötigt kann die Anspannung durch den fehlenden Sauerstoff nicht mehr gelöst werden. Die Schmerzen, welche durch dieses Phänomen verursacht werden können als sehr stark wahrgenommen werden und nicht selten wird der Schmerz an weit entfernte Stellen des Körpers übertragen. So ist es möglich, dass heftige Rückenschmerzen von Triggerpunkten in den geraden Bauchmuskeln verursacht werden, ohne dass diese im Bach wahrgenommen werden.

Bei der Behandlung wird auf die Stelle gedrückt. Der Schmerz kann so wieder hervorgerufen werden, welcher das Problem ist. Nach 10- 30 sec sollte der Schmerz nachlassen.

klassische Massage

Als Urvater der heute verbreiteten Techniken in der klassischen Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839).Die klassische Massage wird deshalb auch schwedische Massage genannt. Mit den Händen werden auf das Gewebe und die Muskulatur Reize in Form von Druck und Zuggesetzt. Diese Reize haben einerseits eine direkte, lokale Wirkung, in dem sie verspannte und verkürzte Muskeln dehnen und entspannen, die lokale Durchblutung steigern und den Zellstoffwechsel anregen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verhärtungen und Verspannungen entstanden sind, reduziert. Andererseits hat die Massage einen positiven Einfluss auf die Herzfrequenz, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung und fördert so Entspannung und Wohlbefinden. Die klassische Massage ist die Grundform aller Massagetechniken. Sie lässt sich gut mit anderen Techniken kombinieren. So kann zum Beispiel massiert werden, während der behandelte Muskel gedehnt wird (Funktionsmassage).

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage wurde von Elisabeth Dicke(1884-1952) entwickelt und gehört zu den sogenannten Reflexzonenmassagen.Reflexzonenmassagen basieren auf der Theorie der Reflexzonen des englischen Neurologen Henry Head (Head’sche Zonen). Die inneren Organe stehen über Nervenbahnen mit bestimmten Hautarealen in Verbindung. Diese Hautgebiete sind die sogenannten Bindegewebszonen. Aufgrund dieser Nervenverbindungen treten bei einer Erkrankung eines Organs auch Veränderungen in der entsprechenden Bindegewebszone auf. Diese Veränderungen können sich als Quellungen oder Einziehungen, aufgrund von veränderter Flüssigkeitseinlagerung, manifestieren. Bei der Bindegewebsmassage wird das betroffene Unterhautbindegewebe gezielt behandelt. Die Behandlung wirkt zum einen lokal, indem sie Verspannungen und Verhärtungen löst. Zum anderen können durch die Massage auch entfernt liegende Organe und Körpergebiete positiv beeinflusst werden, die mit der behandelten Körperzone in Verbindung stehen. Es gibt verschiedene Zonen wie zum Beispiel: Kopfzonen, Bronchialzone, arterielle Armzone, Magenzone, Leberzone, Herzzone, Nierenzone, Dünndarmzone, Genitalzone, Blasenzone oder die Venen-Lymphzone.

Fussreflexzonenmassage

Die Fussreflexzonenmassage gehört zu den sogenannten Reflexzonenmassagen. Der ganze Körper widerspiegelt sich in den Füssen als sitzender Mensch. Jeweils die linke und rechte Körperhälfte kommt im linken beziehungsweise rechten Fuss zum Ausdruck. Hanne Marquart hat die heutige Form der Fussreflexzonentherapie entwickelt. Es lassen sich alle Systeme des Körpers auf den Fußübertragen und von dort aus auch behandeln. Die Behandlung an den Füssen empfinden viele Menschen als besonders wohltuend. Es befinden sich sehr viele Rezeptoren in den Füssen. Die Wirkung der Methode kann über Meridiane oder über die Faszien erklärt werden.